Headerbild für den Blogbeitrag über die Wanderbloggerin Annkatrin

Interview mit Wanderbloggerin Annkatrin König

2019 wurde der Blog Wanderfalkeonline.de gegründet. Seitdem besteht das Team aus dem Gründer Silas Landeck und der Bloggerin Annkatrin König. Neben Texten über Naturschutz und Wanderlust rezensieren wir Wanderwege sowie Outdoorausrüstung. Zudem geben wir auch Reisetipps zu Destinationen, die sich auch wirklich lohnen.

Erst einmal was Grundlegendes: Wo kommst du eigentlich her und was machst du zur Zeit beruflich, außer für Wanderfalke zu texten?

Ich bin mitten in der Eifel im Nationalpark groß geworden und zum Studium hat es mich dann nach Siegen verschlagen. Derzeit befinde ich mich im Endspurt meines Masterstudiums der Angewandten Sprachwissenschaft. Da ich mich nicht nur wissenschaftlich, sondern auch in meiner Freizeit liebend gerne mit Texten beschäftige, bin ich als Wanderbloggerin bei Wanderfalke unterwegs. Hier kann ich über unsere Wanderungen schreiben und euch da draußen die schönsten Ecken Deutschlands zeigen.

Was kommt dir als Erstes in den Sinn, wenn du an das Wandern denkst?

Wanderlust.
Es gibt wohl kein schöneres Wort, welches die Sehnsucht nach Freiheit und Natur so treffend zum Ausdruck bringt. Und es ist in der digitalen Welt meiner Meinung nach wichtiger denn je. Fernab von Terminen, Trello-Boards und Stundenplänen sollten wir öfter einfach mal dem eigenen Rhythmus folgen und die Welt erkunden. 

Wie bist du überhaupt zum Wandern gekommen? Und was begeistert dich daran?

Das Wandern und die Liebe zur Natur liegen mir, da bin ich mir ziemlich sicher, in meinen Eifel-Genen. Schon in meiner Kindheit war ich ständig mit dem Fahrrad unterwegs oder mit der Grundschulklasse auf Wanderschaft. Das hat mich sehr geprägt. Da ich im Nationalpark Eifel aufgewachsen bin, wurde ich schon früh dafür sensibilisiert, wie wichtig Naturschutz, Artenvielfalt und auch der Tourismus für die Region sind. Darum bedeutet Wandern für mich, die vielen schönen Flecken vor der eigenen Haustür zu erkunden und die Natur zu genießen. Oder sich mit den Tieren und Pflanzen auseinanderzusetzen, die man auf einer Wandertour antrifft. Außerdem bin ich ein absoluter Archäologie-Fan und liebe es, auf einer Wanderung mehr darüber zu erfahren, wie unsere Vorfahren gelebt haben. Egal ob Überreste einer keltischen Siedlung,  römische Bauten oder eine mittelalterliche Burgruine: Ich bin für alle kulturell geschichtlichen Sehenswürdigkeiten zu begeistern. 

Wandern hat auch immer mit Naturliebe zu tun. Hast du ein Lieblingstier?

Ich habe sogar zwei! Schildkröten und Kühe haben es mir besonders angetan. Beide Tiere strahlen für mich eine Ruhe und Gelassenheit aus, die ich mir im Alltag gerne selbst öfter aneignen würde. 

Was war für dich bisher dein schönstes Wandererlebnis?

Im Sommer 2018 waren wir mit Freunden im Allgäu, genauer gesagt in Oberstaufen, im Urlaub. Das Bergwandern hat mir unheimlich viel Spaß gemacht und mich auch körperlich sehr beansprucht. Es gibt nichts aufregenderes, als auf schmalen Graden entlang der Nagelfluhkette und mitten durch Kuhweiden zu wandern, um dann nach ein paar anstrengenden Stunden das Gipfelkreuz zu erreichen. Das Gefühl, einen Gipfel zu besteigen, ist einfach unbeschreiblich! Daran erinnere ich mich gerne zurück.

[Falls du mehr über die Nagelfluhkette erfahren willst, hier geht es zum Blogbeitrag: Einzigartiges Wanderparadies Nagelfluhkette ]

Was gehört für dich auf einer Tagestour auf alle Fälle ins Wandergepäck?

Gutes Schuhwerk! Das dient nicht nur der eigenen Sicherheit, sondern beugt auch Blasen vor. Wer meint, mit einfachen Sneakern loszulaufen, wird schnell eines besseren belehrt. Ebenfalls wichtig sind ausreichend Essen und Trinken. Wer mich kennt, weiß, dass ich sehr wehleidig werden kann, wenn nicht für genügend Verpflegung gesorgt ist. Daher habe ich bei jeder längeren Wanderung immer Snacks und eine 2-Liter-Trinkblase dabei.

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